Kreditkosten im Angebotsvergleich

Bevor man einen Kreditvertrag unterschreibt, muss man als Privatverbraucher auf jeden Fall verschiedene Kreditangebote untereinander vergleichen. Bei einem solchen Vergleich spielt es keine Rolle, wofür der Kredit benötigt wird, schließlich gibt es bei jedem Darlehen die Möglichkeit, Geld zu sparen oder umgekehrt zu viel Zinsen zu bezahlen. Außerdem ist es wichtig, verschiedene Kreditangebote zu kennen, damit man für sich selbst beurteilen kann, ob es anderswo bessere Möglichkeiten gibt und um dieses Wissen in ein Gespräch mit einem Bankangestellten einzubringen. Gerade dann, wenn die Kreditsumme eine gewisse Höhe erreicht, wie es vor allem bei Immobilienkrediten der Fall ist, gibt es durchaus Verhandlungsspielraum, den man auf diese Weise leicht erweitern kann.

In erster Linie geht es beim Vergleich verschiedener Kreditangebote natürlich um den Zinssatz. Ganz allgemein ist dieser von der Höhe des Darlehens abhängig, für eine Baufinanzierung liegen die Zinsen zum Beispiel deutlich niedriger als für einen Kleinkredit. Bereits bei einer niedrigen Summe kann es sich jedoch lohnen, mehrere Kreditangebote einzuholen, schließlich ist nicht nur das Darlehen selbst ein Faktor. So werben manche Banken mit zusätzlichen Angeboten, vom Girokonto ohne Kontoführungsgebühren bis hin zu Tagesgeldkonten oder kostenlosen Kreditkarten gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Über die Höhe der Zinsen hinaus sind jedoch noch eine Reihe weiterer Punkte wichtig. Gerade bei niedrigen Kreditsummen fallen oft vergleichsweise hohe Gebühren an, die die Bank für die Bearbeitung des Kreditantrags berechnet, da sich das Geschäft für die Bank sonst kaum lohnt. Bei solchen Gebühren haben Kreditinstitute allerdings viel Spielraum. Als Stammkunde einer Bank kann man diesen Spielraum nutzen, da diese vielleicht keine oder nur geringe Gebühren verlangt und auf diese Weise etwas höhere Zinsen ausgleicht.

Daher sollte man vor dem Antrag im Zweifelsfall bei der jeweiligen Bank nachfragen. Gerade im Zeitalter des Internets gibt es für Kreditnehmer noch weitere Möglichkeiten beim Vergleich von Kreditangeboten. Dabei sollte man nämlich auch Banken im Ausland beachten. Viele Banken in der Schweiz haben zum Beispiel oft relativ gute Konditionen, die sich von denen deutscher Institute unterscheiden. Aufgrund der gemeinsamen Sprache muss der Kunde aus Deutschland zudem keine Angst davor haben, ein Darlehen in der Schweiz aufzunehmen, schließlich können alle Fragen schnell am Telefon oder per E-Mail geklärt werden. Ein anderer Vorteil spielt beim Kredit aus dem Ausland ebenfalls eine Rolle: Banken jenseits der deutschen Grenze arbeiten nicht mit der deutschen Schufa zusammen. Wer also einen Kredit in der Schweiz oder anderswo aufnimmt, kann darauf vertrauen, dass dieser nicht in der eigenen Schufa-Akte auftaucht. Für viele Verbraucher ist dieser Punkt so wichtig, dass sie selbst etwas höhere Zinsen bei einem Darlehen in der Schweiz oder einem anderen Land in Kauf nehmen, wenn im Gegenzug das eigene Schufa-Rating nicht negativ beeinträchtigt wird.